Die Welt der Kinder: Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderbüchern zwischen 1850 und 1918

Das modellbildend angelegte E-Humanities-Projekt verspricht durch engste Zusammenarbeit von Historikern und Informatikern/Informationswissenschaftlern neue Erkenntnisse zu einer Periode beschleunigter Wissenserzeugung, die durch Globalisierung und Nationalisierung zugleich geprägt war. In transdisziplinär-explorativer Forschung werden für die Analyse großer (digitaler) Quellenkorpora nachnutzbare Instrumente entwickelt, die der Semantik unterschiedlicher Bildungsmedien des 19. Jahrhunderts gerecht werden und 'qualitative' Strukturen aufdecken. Dies eröffnet neue Zugänge zu „Massen“-Quellen, die zeittypische Muster der Weltdeutung und Elemente kulturellen Gedächtnisses gespiegelt und geformt haben, aber allein mit hermeneutischen Methoden kaum zu durchdringen sind. Geplant sind diachrone und synchrone Analysen zur (Trans-)Formation von Wissensbeständen sowie Metaanalysen zu Erkenntnispotenzialen und -grenzen digitaler Verfahren.

Beteiligte Institutionen:

  • Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)
  • Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
  • Stiftung Universität Hildesheim (link)
  • Göttingen Centre for Digital Humanities an der Georg-August-Universität Göttingen (GCDH)
  • Bayerische Staatsbibliothek (BSB)
  • Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKLM)
  • Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK)

Projektleitung: Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Kontaktperson: Prof. Dr. Simone Lässig (laessig[at]gei.de)

Laufzeit: 01.04.2014-31.03.2017

Förderung: Leibniz-Gemeinschaft

Forschungsschwerpunkt

Partner im Verbund