Neurobiologie motivierten Verhaltens

Motivation ist ein zentraler Auslösungs- und Steuerungsfaktor für Verhalten bei höheren Tieren und Menschen und daher nicht nur von fundamentaler Bedeutung für die Lebenswissenschaften, sondern auch von hoher allgemeiner gesellschaftlicher Relevanz. Während psychologische Theorien zum Thema Motivation eine Jahrhunderte lange Geschichte haben, ist die Erforschung der Hirnmechanismen, die Motivation zu Grunde liegen, noch relativ jung. Der SFB 779 "Neurobiologie motivierten Verhaltens" der Universität Magdeburg erforscht die neuronalen Grundlagen motivationsabhängiger und motivationssteuernder Prozesse mit einem interdisziplinären Ansatz, der die komplementären Vorteile tier- und humanverhaltensphysiologischer Forschungsansätze ausnutzt. Hierbei zielt der SFB auf ein klassische Forschungsdisziplinen übergreifendes Verständnis der Neurobiologie motivierten Verhaltens, das die molekularen, zellulären, systemphysiologischen und verhaltensphysiologischen Ebenen genauso umfasst wie die klinischen Aspekte der Motivationssteuerung. Im Rahmen des SFBs wurden neue experimentelle Paradigmen entwickelt, die zu einem vertieften Verständnis der relevanten Elementarprozesse komplexer motivierter Verhaltenssteuerung geführt haben. Die hierdurch ermöglichten systemphysiologischen Untersuchungen leisten wesentliche Beiträge zur Rolle verschiedener Hirnstrukturen und deren Interaktion während der Entstehung und Durchführung motivierter Handlungen. Auf der zell- und molekularphysiologischen Ebene werden für motiviertes Verhalten wichtige intrazelluläre Signalwege in Nervenzellen aufgeklärt.

Beteiligte Institutionen:

  • Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN)
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)

Kontaktperson: Prof. Dr. Frank W. Ohl (frank.ohl[at]lin-magdeburg.de)

Laufzeit: 1. Förderperiode: 2008 – 2011, 2. Förderperiode: 2012 - 2015, 3. Förderperiode: 2016-2019

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Forschungsschwerpunkt

Partner im Verbund