Nationales Bildungspanel (NEPS)

Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS) ist eine Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und steht für ein interdisziplinär zusammengesetztes multilokales Exzellenznetzwerk aus Forschungsinstituten, Forschergruppen und Forschungspersönlichkeiten. Die Längsschnittstudie untersucht Bildungsprozesse und Kompetenzentwicklung von früher Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter, um mehr über Bildungserwerb und seine Folgen für individuelle Lebensverläufe zu erfahren und um zentrale Bildungsprozesse und -verläufe über die gesamte Lebensspanne zu beschreiben und zu analysieren. Die von NEPS erhobenen Daten werden der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft unentgeltlich zur Analyse von Bildungsprozessen zur Verfügung gestellt. Die Konzeption von NEPS ermöglicht mittel- und langfristig einen Beitrag zur Beantwortung u.a. folgender Fragestellungen:

  • Wie entfalten sich Kompetenzen im Lebenslauf?
  • Wie beeinflussen Kompetenzen Entscheidungsprozesse an verschiedenen kritischen Übergängen der Bildungskarriere (und umgekehrt)?
  • Wie und in welchem Umfang werden Kompetenzen von Lerngelegenheiten in der Familie, in der Gleichaltrigengruppe und in den Lernumwelten Kindergarten, Schule, Hochschule und Berufsausbildung sowie Weiterbildung beeinflusst?
  • Welche Kompetenzen sind für das Erreichen von Bildungsabschlüssen, welche für lebenslanges Lernen und welche für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben maßgeblich?

Mit der Etablierung des Nationalen Bildungspanels werden die Rahmenbedingungen für die empirische Bildungsforschung in Deutschland entscheidend verbessert, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses maßgeblich unterstützt und die internationale Sichtbarkeit der deutschen Bildungsforschung deutlich erhöht.

Beteiligte Institutionen:

  • Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi)
  • Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
  • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE)
  • Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung (HIB) an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (link)
  • Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW); ehemals Hochschul-Informations-System GmbH (HIS)
  • Humboldt-Universität zu Berlin (HU)
  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA)
  • Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS)
  • ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
  • Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
  • Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
  • Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
  • Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Universität Leipzig (link)
  • Universität Mannheim (link)
  • Universität Siegen (link)
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
  • Europäisches Forum für Migrationsstudien (efms)
  • Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB)
  • Ruhr-Universität Bochum (RUB)
  • Staatsinstitut für Familienforschung (ifb)
  • Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)
  • Technische Universität München (TUM)
  • Universität Kassel (link)

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Weinert

Kontaktperson: Prof. Dr. Sabine Weinert (sabine.weinert[at]lifbi.de)

Laufzeit: Seit 2009

Förderung: Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft; gefördert von Bund und Ländern; Drittmittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Oberfrankenstiftung

Forschungsschwerpunkt

Partner im Verbund