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Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen und israelischen Bildungssystem (Dritter Übergang)

Fragestellung

Dieses Projekt untersucht den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im israelischen und deutschen Bildungssystem. Bildung gilt als eine der wichtigsten Ressourcen für die soziale Integration im Aufnahmeland. In beiden Ländern sind Bildungsabschlüsse eng mit dem Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und mit künftigen Lebenschancen verknüpft. Es lassen sich jedoch erhebliche Unterschiede in den Bildungschancen von Migrantinnnen und Migraten im Vergleich zu Einheimischen beobachten. Das Projekt untersucht die Bestimmungsgründe und Mechanismen, die zu Ungleichheiten im Bildungserfolg führen (z.B. schulische Leistungen).

In diesem Zusammenhang kann Bildungsübergängen - wie etwa von der Grundschule in die Sekundarstufe I - eine entscheidende Bedeutung während der Schullaufbahn zukommen. Ein erfolgreicher Bildungsübergang hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: Einige Faktoren sind struktureller Art (z.B. Bildungssystem eines Landes, institutionelle Regelungen), während andere vom Einzelnen abhängen (z.B. persönliche Fähigkeiten, soziale und kulturelle Ressourcen, Zugang zu Informationen und Unterstützung, Werte und Einstellungen). Das Studiendesign sowie die für dieses Projekt gesammelten Daten ermöglichen die Analyse, inwieweit solche strukturellen und individuellen Faktoren zu ethnischen Ungleichheiten an bestimmten Übergängen im Bildungssystem beitragen. Zentrale Fragen der Studie betreffen die schulische Leistung und die Zukunftspläne und -wünsche von Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden können.

Erhebungssprache

Deutsch, Türkisch, und Russisch

Erhebungszeitraum

  • 02.11.2009 - 12.12.2009
    Deutschland Dritte Welle (Haupterhebung) und zweite Welle (Ergänzung)
  • 11.2010
    Deutschland Dritte Welle (Ergänzung)

Erhebungsraum

Deutschland

Zielpersonen

Die Zielgruppen des Projekts in Deutschland und in Israel sind Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion (russische Jüdinnen und Juden in Israel und (Spät-)Aussiedlerinnen und Aussiedler in Deutschland) sowie die einheimische deutsche bzw. israelische Bevölkerung. In Deutschland wurden zusätzlich türkische Migrantinnen und Migranten betrachtet.

Das Projekt untersucht Kinder der 4. Klasse, Jugendliche der 9. und 10. Klasse in Deutschland und Jugendliche der 9. und 11. Klasse in Israel sowie deren Mütter.

Da für einen erheblichen Teil der Schülerinnen und Schüler in Deutschland wider Erwarten kein Bildungsübergang zwischen den ersten beiden Wellen stattfand, wurde ein Jahr später eine dritte Welle durchgeführt, um zusätzliche Informationen zu erhalten, die in der zweiten Welle noch nicht verfügbar waren. Ein beträchtlicher Teil der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in Gesamtschulen hatte nicht die Abschlussprüfung am Ende des Schuljahres durchlaufen, dies aber für das nächste Jahr geplant. Darüber hinaus haben einige Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 keinen klaren Übergang zu  Weiterbildung oder Berufsausbildung erfahren. Stattdessen waren sie immer noch in einer Übergangssituation, zum Beispiel in einem Berufsvorbereitungsschuljahr. Daher wurde eine dritte Welle duchgeführt, um detaillierte Informationen über den Übergang zu erhalten, die nicht in der zweiten Welle erhoben werden konnten.

Stichprobengröße

n = 2.205 Zielpersonen

Erhebungsverfahren/ -instrumente

Telefonisches Interview: CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung)

Link zur genaueren Beschreibung der Studie

http://www.migration.uni-jena.de/index.php?lang=de

Persistent Identifier

DOI:10.4232/1.11703

Daten zugänglich über Forschungsdatenzentrum

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

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Ansprechpartner

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Verwandte Datensätze

  • Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen und israelischen Bildungssystem (Erster Übergang)
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  • Entwicklung von Identität und Werten unter eingesessenen und eingewanderten Jugendlichen und ihren Familien in Deutschland und Israel: Lebensübergänge und Kontexte (link)
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Forschungsschwerpunkt(e)