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Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen und israelischen Bildungssystem (Erster Übergang)

Fragestellung

Dieses Projekt untersucht den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im israelischen und deutschen Bildungssystem. Bildung gilt als eine der wichtigsten Ressourcen für die soziale Integration im Aufnahmeland. In beiden Ländern sind Bildungsabschlüsse eng mit dem Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und mit künftigen Lebenschancen verknüpft. Es lassen sich jedoch erhebliche Unterschiede in den Bildungschancen von Migranten im Vergleich zu Einheimischen beobachten. Das Projekt untersucht die Bestimmungsgründe und Mechanismen, die zu Ungleichheiten im Bildungserfolg führen (z.B. schulische Leistungen).

In diesem Zusammenhang kann Bildungsübergängen - wie etwa von der Grundschule in die Sekundarstufe I - eine entscheidende Bedeutung während der Schullaufbahn zukommen. Ein erfolgreicher Bildungsübergang hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: Einige Faktoren sind struktureller Art (z.B. Bildungssystem eines Landes, institutionelle Regelungen), während andere vom Einzelnen abhängen (z.B. persönliche Fähigkeiten, soziale und kulturelle Ressourcen, Zugang zu Informationen und Unterstützung, Werte und Einstellungen). Das Studiendesign sowie die für dieses Projekt gesammelten Daten ermöglichen die Analyse, inwieweit solche strukturellen und individuellen Faktoren zu ethnischen Ungleichheiten an bestimmten Übergängen im Bildungssystem beitragen. Zentrale Fragen der Studie betreffen die schulische Leistung und die Zukunftspläne und -wünsche von Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden können.

Erhebungssprache

Deutsch, Türkisch, Russisch und Hebräisch

Erhebungszeitraum

  • 18.09.2007 - 25.11.2008 Deutschland (erste Welle) 
  • 10.2007 - 06.2008 Israel (erste Welle)

Erhebungsraum

Deutschland und Israel

Zielpersonen

Die Zielgruppen des Projekts in Deutschland und in Israel sind Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion (russische Juden in Israel und (Spät-)Aussiedler in Deutschland) sowie die einheimische deutsche bzw. israelische Bevölkerung. In Deutschland wurden zusätzlich türkische Migrantinnen und Migranten betrachtet.

Das Projekt untersucht Kinder der 4. Klasse, Jugendliche der 9. und 10. Klasse in Deutschland und Jugendliche der 9. und 11. Klasse in Israel sowie deren Mütter.

Grundgesamtheit / Stichprobe

Deutschland:
Die Grundgesamtheit umfasst alle Schülerinnen und Schüler, die die 4. Klasse einer Grundschule besuchen sowie Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 einer der folgenden sekundären Schulformen: Sekundarschulen, Mittelschulen, kombinierte Haupt- und Realschulen, Pflichtschulen und kombinierte untere, mittlere und höhere Schulen (´Gesamtschulen´) (ausgenommen Gymnasium, Schulen für besondere Bedürfnisse  wie ´Förderschulen´ und Privatschulen).
Ferner sind nur Schülerinnen und Schüler der folgenden vier Gruppen Teil der Grundgesamtheit:
einheimische Deutsche (ohne Migrationshintergrund), ethnische Deutsche (´Aussiedler´) aus der ehemaligen Sowjetunion, Kontingentflüchtlinge jüdischer Herkunft aus der ehemaligen Sowjetunion, sowie zusätzlich türkische Migranten.

Israel:
Schülerinnen und Schüler der 4., 9. und 11. Klasse, an Hebräischen (eher als arabischen) nicht religiösen öffentlichen Schulen in Städten und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern (aus dem Schülerverzeichnis des Ministeriums für Bildung).
Schülerinnen und Schüler der folgenden Gruppen sind Teil der Grundgesamtheit: Ashkenazi und Mizrahi Israelis sowie Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion.

Stichprobengröße

n = 4.888 Zielpersonen

Erhebungsverfahren/ -instrumente

Um die Bildungsübergänge genau untersuchen zu können, wurden die Schülerinnen und Schüler und ihre Mütter zweimal befragt. Die erste Befragung wurde anhand persönlicher Interviews und Befragungen an Schulen während des Schuljahres vor dem Bildungsübergang durchgeführt.

Deutschland:
1. Haushaltserhebung:
Kinder: Persönliches Interview
Mütter: Persönliches Interview

2. Schulerhebung:
Kinder und Jugendliche: Persönliches Interview: PAPI (Papierfragebogen)
Mütter: Persönliches Interview oder Telefonisches Interview: CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung)

Israel:
Haushaltserhebung: Persönliches Interview mit Kindern und Jugendlichen und deren Müttern

Link zur genaueren Beschreibung der Studie

http://www.migration.uni-jena.de/index.php?lang=de

Persistent Identifier

DOI:10.4232/1.11701

Daten zugänglich über Forschungsdatenzentrum

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

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Forschungsschwerpunkt(e)