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Nationales Bildungspanel (NEPS): Startkohorte 3 - Klasse 5 (SC3)

Fragestellung

Der Sekundarstufe I kommt als Bindeglied zwischen der Grundschule und dem allgemeinbildenden oder beruflichen Sekundarschulbereich II (bzw. dem direkten Eintritt in den Arbeitsmarkt) eine entscheidende Bedeutung zu. Trotzdem konnten wichtige Fragestellungen noch nicht eindeutig und abschließend geklärt werden, da entsprechende Daten fehlen. Dies betrifft beispielsweise die Wahl der Schulform, Schulformwechsel oder Klassenwiederholungen, aber auch den zentralen Themenkomplex der Bildungswege durch die Sekundarstufe I und den Übergang in die Sekundarstufe II.

In dieser Teilstudie werden die repräsentativ ausgewählten und teilnahmebereiten Schülerinnen und Schüler der Regel- und Förderschulen in jährlich stattfindenden Erhebungswellen wiederholt befragt und getestet. Generell ist vorgesehen, die einzelnen Schülerinnen und Schüler in Regel- und Förderschulen solange innerhalb der ursprünglich ausgewählten Schule zu begleiten, bis sie diese Schule oder das allgemeinbildende Schulsystem insgesamt verlassen. Danach werden die (dann ggf. ehemaligen) Schülerinnen und Schüler individuell – d. h. außerhalb der Institution Schule – weiterbefragt und getestet. Die Testung und Befragung von Personen mit besonderem Förderbedarf ist dabei eine Herausforderung, da es mit solchen Messungen bisher nur rudimentäre Erfahrungen gibt. Neben den Erhebungen mit den Schülerinnen und Schülern sind Befragungen von deren Eltern, Lehrerkräften und Schulleitungen geplant. Im Rahmen von Kompetenzerhebungen kommen Tests aus den Bereichen Sprache (Orthografie, Lese- und Hörverstehen im Deutschen, Kenntnisse in der Erstsprache bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sowie im Englischen), Mathematik und Naturwissenschaften und Metakompetenzen (ICT-Kompetenz, kognitive Problemlösefähigkeiten) zum Einsatz.

Leitende Forschungsfragen:
Die zentralen Fragen dieser NEPS-Teilstudie thematisieren neben der Entwicklung von Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern auch die Bedingungen und Voraussetzungen von Bildungsprozessen, mögliche individuelle Konsequenzen für den weiteren Bildungsverlauf und -erfolg und die Einbindung der Schülerinnen und Schüler in soziale Netzwerke. Die Befragungen der Lehrkräfte und Schulleitungen der teilnehmenden Regel- und Förderschulen thematisieren beispielsweise die Klassengröße, die Zusammensetzung der Schülerschaft, die Ausstattung der Schule, aber auch den Unterricht im Allgemeinen.

Erhebungssprache

Deutsch, Türkisch und Russisch

Erhebungszeitraum

Panelstart Herbst 2010; mind. eine Erhebung jährlich

Erhebungsraum

Bundesweit

Zielpersonen

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 an Regelschulen und an Förderschulen

Kontextpersonen

Eltern, Klassen-, Deutsch- und Mathematiklehrkräfte der ausgewählten Schülerinnen und Schüler sowie die Schulleitungen der ausgewählten Schulen

Grundgesamtheit / Stichprobe

Grundgesamtheit:
Schulen des allgemeinbildenden Schulsystems (ausgeschlossen: z. B. berufsbildende Schulen)

Stichprobe:
Mehrstufige geschichtete Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen:
1. Zufallsauswahl von Regelschulen der Sekundarstufe I. Dabei wird auf die bereits gezogenen Regelschulen der Klassenstufe 9 zurückgegriffen. Aus diesem Pool werden mithilfe einer größenproportionalen Zufallsauswahl Regelschulen für die Klassenstufe 5 ausgewählt. Zusätzlich werden Schulen hinzugezogen, die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 besuchen, nicht aber der Klassenstufe 9.
2. Zufallsauswahl der 5. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen. Es werden pro Schule, wenn vorhanden, zwei 5. Klassen ausgewählt.
3. Alle Schülerinnen und Schüler der ausgewählten Klassen werden zur Teilnahme an der Studie eingeladen.

Mehrstufige Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen:
Auf der ersten Stufe erfolgt die Zufallsauswahl von Förderschulen. Dabei wird auf die bereits gezogenen Förderschulen der Klassenstufe 9 zurückgegriffen. Aus diesem Pool werden mithilfe einer einfachen Zufallsauswahl Förderschulen für die Klassenstufe 5 ausgewählt.
In der zweiten Stufe werden alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen zur Teilnahme an der Studie eingeladen (=Vollerhebung der Jahrgangsstufe 5).

Stichprobengröße

Ca. 5.778 Schülerinnen und Schüler an Regelschulen und ca. 498 Schülerinnen und Schüler an Förderschulen. Diese Angaben beziehen sich auf die erste Welle des Panels.

Erhebungsverfahren/ -instrumente

(1) Kompetenztest und Schriftliche Befragung der Schülerinnen und Schüler (PAPI): Im Rahmen von Kompetenzerhebungen kommen Tests aus den Bereichen Sprache (Orthografie, Lese- und Hörverstehen im Deutschen, Kenntnisse in der Erstsprache bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sowie im Englischen), Mathematik und Naturwissenschaften und Metakompetenzen (ICT-Kompetenz, kognitive Problemlösefähigkeiten) zum Einsatz.

(2) Schriftliche Befragung der Lehrkräfte und der Schulleitung (PAPI): Die Befragungen der Lehrkräfte und Schulleitungen der teilnehmenden Regel- und Förderschulen thematisieren beispielsweise die Klassengröße, die Zusammensetzung der Schülerschaft, die Ausstattung der Schule, aber auch den Unterricht im Allgemeinen.

(3) Computergestütztes Telefoninterview der Eltern (CATI)

Link zur genaueren Beschreibung der Studie

https://www.neps-data.de

Persistent Identifier

DOI: 10.5157/NEPS:SC3:2.0.0
DOI: 10.5157/NEPS:SC3:1.0.0

Daten zugänglich über Forschungsdatenzentrum

Zur Studiendokumentation am Forschungsdatenzentrum LIfBi:
https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohorteklasse5.aspx

Informationen über die Nutzungsregelungen finden Sie hier:
https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/datenzugang.aspx

Ansprechpartner

Dr. Daniel Fuß
operative Leitung
Tel: +49 (0) 951/ 863 - 35 11
E-Mail: fdz[at]lifbi.de

Nutzerschulung

Bei den NEPS-Schulungen werden die verschiedenen wissenschaftlichen Vorhaben und Kenntnisstände berücksichtigt. Neben einer allgemeinen Einführung zu Stichproben und Datenstruktur werden insbesondere die für die empirische Bildungsforschung zentralen Analyseverfahren am Beispiel von NEPS-Daten angewendet.
1. Tag: verpflichtend für Erstteilnehmende (Basic-Programm)
2. Tag: Für inhaltlich interessierte Datennutzerinnen und -nutzer (freiwillig)

Weitere Informationen und die aktuellen Termine finden sie unter: https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/nutzerschulungen.aspx

Verwandte Datensätze

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Zusatzstudien:
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Forschungsschwerpunkt(e)