Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)

Homepage: http://www.iwm-tuebingen.de/www/index.html
Forschungsschwerpunkte im Verbund:
Kompetenzen und Professionalisierung, Wissen und Teilhabe
Fachdisziplinen:
Psychologie
Ansprechpartner im Institut:
Prof. Dr. Ulrike Cress (u.cress[at]iwm-tuebingen.de)

Profil:

Digitale Medien spielen eine immer größere Rolle im Alltag. Selbstverständlich nutzen Menschen heute Computer, Internet und mobile Technologien in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Gleichzeitig werden Informationsumwelten immer komplexer. Vor diesem Hintergrund erforscht das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen, wie digitale Medien Wissens- und Kommunikationsprozesse beeinflussen und wie sie eingesetzt werden können, um diese Prozesse zu verbessern. Die psychologische grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IWM ist hauptsächlich auf fünf Praxisfelder ausgerichtet:

  • Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule
  • Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Hochschule
  • Wissensarbeit mit digitalen Medien
  • Wissensbezogene Internetnutzung
  • Wissensvermittlung in Museen & Ausstellungen

Gemeinsam mit Partnern aus der Praxis werden auch Pilotprojekte zur Erprobung neuer Lernszenarien realisiert. Ein Beispiel hierfür ist das Informationsportal e-teaching.org zum Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre. Im Praxisfeld Schule entwickelte das IWM gemeinsam mit Fachdidakterinnen und Fachdidaktikern der Leibniz-Universität Hannover und Partnern aus der Praxis einen Prototyp für ein digitales Schulbuch (eChemBook). Seit 2016 verfügt es mit dem TüDiLab über ein digitales Unterrichtslabor, in dem medienbasierte Unterrichtsprozesse untersucht werden. Die Forschungsarbeit am IWM liefert somit wesentliche Erkenntnisse für den wissenschaftlichen Fortschritt und beantwortet dabei gesellschaftlich wichtige Fragen.

Wichtige Arbeiten und Angebote:

  • Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Cognitive Interfaces“ (WCT) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund des Leibniz-Instituts für Wissensmedien und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er fokussiert darauf, wie sich Denken, Handeln und Arbeiten im Kontext digitaler Medien durch die Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen verbessern lassen. Beteiligt sind neben dem Bereich der Psychologie auch die Disziplinen Informatik, Medizin, Didaktik der Biologie, Medienwissenschaft und Erziehungswissenschaft.
  • Die Graduiertenschule und Forschungsnetzwerk „Learning, Educational Achievement, and Life Course Development“ (LEAD) bietet ein integriertes Forschungs- und Ausbildungsprogramm für (Post-)Doktorandinnen und Doktoranden, die zu den Themen Lernen, Leistung und lebenslange Entwicklung forschen wollen. Sie wird im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder seit November 2012 für zunächst fünf Jahre gefördert. Das IWM beteiligt sich aktiv an der Doktorandenbetreuung im Rahmen von LEAD. Darüber hinaus sind mehrere Arbeitsgruppenleiterinnen und -leiter des IWM Mitglied des LEAD-Vorstands.
  • Die Tübingen School of Education (TüSE) strukturiert, bündelt und organisiert die Forschung zur Lehrerbildung in Tübingen. Sie bringt neue Forschungsvorhaben proaktiv voran und vernetzt vorhandene Expertise. Das IWM arbeitet hier eng mit der Universität Tübingen zusammen. So wurde im Rahmen der TüSE eine Juniorprofessur für Lehren und Lernen mit digitalen Medien (in den Fachdidaktiken) geschaffen, welche sowohl an der Universität Tübingen als auch am IWM angesiedelt ist. Ebenfalls mit der TüSE assoziiert ist das Tübingen Digital Teaching Lab (TüDiLab), welches sich am IWM befindet. Das TüDiLab simuliert ein Klassenzimmer, das mit aktuellen digitalen Medien und Erhebungsinstrumenten für eine prozessnahe Unterrichtsforschung ausgestattet ist. Mit dem TüDiLab werden zwei Ziele verfolgt: (1) die praxisorientierte Professionalisierung angehender Lehrkräfte hinsichtlich ihrer Kompetenzen für die Gestaltung medienbasierten Unterrichts sowie (2) Forschung zu Prozessen des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien.

Verbundprojekte

Netzwerke

Nachwuchsförderung