Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN)

Homepage: http://www.lin-magdeburg.de/de/index.jsp
Forschungsschwerpunkte im Verbund:
Bildungserträge
Fachdisziplinen:
Kognitive Neurowissenschaften, Neurobiologie von Lernen und Gedächtnis, Neurokognitive Entwicklung, Verhaltensneurowissenschaften
Ansprechpartner im Institut:
Prof. Dr. Frank Ohl; Dr. Nicole Wetzel (Frank.Ohl[at]lin-magdeburg.de; Nicole.Wetzel[at]lin-magdeburg.de)

Profil:

Das Leibniz-Institut für Neurobiologie ist eines der international führenden Hirnforschungszentren. Gemäß seiner Gründungskonzeption und Satzung betreibt das LIN Grundlagenforschung auf dem Gebiet der erfahrungsabhängigen Neuroplastizität. Die Mission des Institutes besteht im Studium der Mechanismen von Lernen und Gedächtnis sowie deren krankhafter Störungen auf allen Ebenen der Hirnorganisation. Es ist einzigartig in seinem multidisziplinären Ansatz, unter einem Dach tier- und humanexperimentelle Lernforschung parallel und komplementär durchzuführen.

Das zugrundeliegende Forschungskonzept  betrachtet Lernen als ganzheitlichen Prozess im Gehirn, der integrativ untersucht wird. Die wissenschaftliche Arbeit am LIN ist daher in drei Hauptprogrammschwerpunkte gegliedert, die den molekularen und zellulären Mechanismen von Neuroplastizität und Neuromodulation (FP1), dem Lernen auf systemischer Ebene (FP2) sowie den Störungen von Lernprozessen (FP3) gewidmet sind. Innovative neue Projekte, insbesondere getragen durch multidisziplinäre Zusammenarbeit von Nachwuchs­wissenschaftlern, und strukturbildende Maßnahmen bilden den 4. programmungebundenen Forschungsschwerpunkt.

Forschungsziele von großer gesellschaftspolitischer Relevanz sind:

  • Die Entschlüsselung der neurobiologischen Mechanismen von Lernen,
  • Besonderheiten von juvenilem Lernen und frühkindlicher Bildung,
  • Erforschung von physiologischem und Verbesserung von gestörtem Alterslernen (in Zusammenarbeit mit dem DZNE Magdeburg) sowie
  • technische Simulation von Hirnprozessen bis hin zur interaktiven Neuroprothetik und Mensch-Maschine-Interaktion.

Das LIN  ist ein Eckpfeiler des Magdeburger Wissenschaftscampus „Center for Behavioral Brain Sciences“ (CBBS). Es unterhält langjährige intensive Kooperationsbeziehungen mit der Otto-von-Guericke-Universität sowie mit einer großen Zahl von in- und ausländischen Forschungseinrichtungen und ist Gastgeber mehrerer internationaler Tagungen und Symposien, wie bspw. des Magdeburg International Neurobiological Symposium "Learning and Memory: Cellular and Systemic Views“.

Das Institut gliedert sich in Abteilungen, unabhängige Forscher­gruppen und Speziallabore, die Träger der technologischen Weiterentwicklung des Hauses sind. Die Förderung und postgraduale Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine wichtige Aufgabe des Institutes. Seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind auch in der studentischen Lehre aktiv, z.B. im internationalen Studiengang „Integrative Neuroscience“.

Verbundprojekte

Nachwuchsförderung